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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Fano Fugitiui (Fano Fugitivi)

Name (modern):

auf der Paßhöhe beim Monte Somma [2] / nördlich von Somma [3]

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher V     Spoletio     
Toponym nachher II     Ad Tine Recine     
Alternatives Bild
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/413130
Großraum:

Italien

Toponym Typus:

Ortsname mit Symbol

Planquadrat:

4B3 / 4B4

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

B Haus

Itinerar (ed. Cuntz):

mutatio Fani Fugitivi (613,7)

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Fanum Fugitivi

Barrington Atlas:

Fanum Fugitivi (42 D3)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Fano Fugitivi

Levi:

Fano Fugitivi (B,5)

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

Spätantike (ab Diokletian & 4. Jh.)

Begründung zur Datierung:

Erste überlieferte literarische Erwähnung im Itinerarium Burdigalense.

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Köhner)
a) Lesung und Rekonstruktion des Namens
Fano Fugitivi

b) Moderne(r) Name(n) und Verortung(en)
auf der Paßhöhe beim Monte Somma [2] / nördlich von Somma [3]

c) Namensformen belegt bei antiken Autoren
mutatio Fani Fugitivi (It Burd. 613,7)

Etymologische Herleitung
Nissen [4] vermutet hinter dem Toponym ein Asyl-Heiligtum für flüchtige Sklaven, vgl. [2]

d) Datierung der Namensform auf der TP
Der Ort ist literarisch frühestens im Itinerarium Burdigalense belegt, sein Eintrag auf der Karte damit spätestens spätantik zu datieren.

e) Bedeutung des Toponyms in der Antike
Miller, Itineraria, Sp. 314:
Fano Fugitivi, Fanum Fugitivum (Gu), mutatio Fani Fugitivi (Hi), Fanestris Fortuna (l. col.); j. nördlich von Somma. 5, 7 (Hi).

RE: Fanum Fugitivi, in Umbrien, Station der Straße von Spoletium nach Interamna (Itin. Ant. 125; Hierosol. 613. Tab. Peut.), 5 mp. von ersterem, 13 mp. von letzterem entfernt, also auf der Paßhöhe beim Monte Somma. Nissen Ital. Landesk. II 404 vermutet, daß hier ein Asyl für flüchtige Sklaven gewesen sei. [Hülsen.]

f) wenn vorhanden: Kommentar zur Vignette
Die B-Vignette, die ein Tempelgebäude darstellen soll, deutet auf ein Heiligtum oder einen heiligen Bezirk hin, vgl. [4] und oben c).

g) Kommentar zur Einzeichnung auf der TP (Gestaltungsfehler/Folgefehler?)
Die Strecke von [Narnia] über Fano Fugitivi bis Foro Flamini muss eigentlich getauscht werden mit der Strecke von [Narnia] über Mevaniae bis Foro Flamini, siehe Rekonstruktion Miller.

h) Hinweise zum Streckennetz und den Distanzangaben
Station der Straße von Spoletium nach Interamna (Itin. Ant. 125; Hierosol. 613. Tab. Peut.), 5 mp. von ersterem, 13 mp. von letzterem entfernt.

Im Itinerarium Burdigalense (ed. Cuntz) wird der Ort als mutatio Fani Fugitivi (It. Burd. 613,7) aufgeführt. Die Distanz zur vorherigen civitas Interamna beträgt XIII, zur nachfolgenden civitas Spolitio VII Meilen. Damit unterscheidet sie sich um zwei Meilen von den 5 Meilen der Distanz der TP von Fano Fugitivi nach Spoletio.

Literatur:

[1] Desjardins, Table, p. 112, col. 2, no. 3 (unter no. 7).

[2] Hülsen, Christian, Fanum Fugitivi, in: RE VI.2 (1909), Sp. 1997.

[3] Miller, Itineraria, Sp. 314.

[4] Nissen Landeskunde II 404.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

28.11.2025 16:19


Cite this page:
https://www1.ku.de/ggf/ag/tabula_peutingeriana/trefferanzeige.php?id=232 [zuletzt aufgerufen am 02.01.2026]

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