| Kommentar zum Toponym: |
Kommentar (Talbert):
-> strtech to Siagv
Note the sharp turn in the course of this stretch prompted by the first of two gulfs that break the shoreline to form the Hermaia Akra (Cap Bon) peninsula (BAtlas 32 H2).
Miller, Itineraria, Sp. 907:
Vinauicus, Bindavicus (Ra) [Man kennt ein Municipium Aurelia Vina (Iss des 3. und 4. Jh.) = Vina civitas (It); j. Hr el Meden; Guérin fand in Meden 2 Inschriftensteine, welche den Namen Vina bezeugen; der eine aus der Zeit des Gallienus mit Munic. Aurel. Vina, der andere aus Konstantins Zeit; also wurde Vina wahrscheinlich durch Marc. Aurel zum Municipium erhoben und verschönert. Ein Bischof Vinensis oder Binensis findet sich 393, 411 und noch 646. Maltzan beschreibt Ruinen von 1/4 Stunde Umfang, Theater, Amphitheater (44 m lang), Fundamente von Zitadellen u.a. Es fragt sich nun, ob beide Vina identisch sind, wie manche glauben, oder nicht. Wir unterscheiden Vina vicus, weil Meden mit den Entfernungen der Ta nicht vereinbar ist]; j. Belli bei Grambalik. Vina von Karthago 33 mp (It). 6 (in Wirklichkeit 12).
Kommentar (RE):
https://elexikon.ch/RE/VIIIA,2_2589.png
Vina, Stadt in Africa Proconsularis, ungefähr 50 km südöstlich von Karthago gelegen, heute Henchir Mden. Itin. Ant. 52, 3. 58, 2 gibt ihre Lage 28 mp von Maxula (Radès) und 12 mp von Pupput (Souk-el-Abiod) an. V. wird in der Tab. Peut. vicus, im Itin. Ant. civitas und in mehreren Inschriften municipium Aurelia Vina genannt: CIL VIII 959/12441. 960. 961. Die Municipalbeamten waren in der tribus Papiria eingeschrieben, CIL VIII 958. Das genaue Datum dieser Wandlungen ist nicht bekannt; das municipium stammt ohne Zweifel aus der ersten Hälfte des 3. Jhdts., vor 257, CIL VIII 959/12441. Die Form Vina ist die einzige, welche die Inschriften und Itin. Ant. erwähnen; Benda erscheint im Geogr. Rav. und Bina in gewissen Konzilsakten. Ein signum lupae cum insignibus wurde von einem Municipalbeamten gestiftet, CIL VIII 958. Es gilt der Ehrung des Consuls C. Memmius Fidus Iulius Albius: CIL VIII 12442. A. Merlin I. L. T. 804 (und 1244). Vier Bischöfe von V. sind beurkundet: ein donatistischer, Faustinus, im J. 393, Gesta Coll. I 128, gegen den Augustin, In Psalm 36 und Serm. 2, 20 polemisiert (er ist 406 ohne Nachfolger gestorben), und drei katholische: Victor im J. 411, Gesta Coll. I 128; Cresconius im J. 525, Mansi VIII 648, Fructuosus im J. 646; Toulotte Géogr, Afrique Chrétienne Proconsulaire, 341f.
Die Ruinen von V. sind bedeutend (E. Babelon, R. Cagnat, S. Reinach Atlas XXIX 219 und XXX 144); vor allem Überreste eines Amphitheaters. Inschriften CIL VIII 958ff. 124, 32ff. und A. Merlin I. L. T. 804. [M. Leglay.]
Datierung (Barrington):
Vina – Hellenistic/Roman/Late Antique (AAT I, 29.219; 30.144; Lepelley 1981, 235-37)
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