| Kommentar zum Toponym: |
Σάος Strabo 4,6,10; 7,5,2 εἰς τὸν Σαῦον (σάβον E; Σάον Tzschucke); Arrian Ind. 4,20.
Saus Plin. nat. 3,147; Savo (Dat.) Plin. nat. 3,128;
Rav 4,20 p. 58,16f quam Valeriam finit fluvius maximus qui dicitur Saus.
Σάουος Ptol. 2,16,1; 7; 3,9,1.
Link zum Quellgebirge: [Mons N.N. 23 ID 3537]
Die Save bildete im Oberlauf die Grenze zwischen Noricum und Italien, dann im weiteren Verlauf zwischen Pannonien und Illyrien. Auf der TP ist sie dementsprechend als Berg-Fluß-System gezeichnet, d. h. als Fluß, der aus einem Gebirgssymbol, hier für den Triglav, die Julische Alpen, entspringt), die, wie oft auf der TP, auf einen schmalen Streifen passend zurechtgestutzt sind, um mit der Save eine Grenzlinie abzugeben.
Dieser rechte Nebenfluß der Donau im Süden von Pannonia (Plin. nat. 3,128; 14) mündet eigentlich in die Donau, fließt aber auf der TP (5A3) in den unbenannten river no. 27B (s. Kommentar Talbert), den Dravus/Draus, heute: Drava (BAtlas 20 A3). Ab da heißt der Zusammenfluß auf der TP anscheinend Drinus; jedenfalls ist auf 5A3/4 eine Station nahe dem Fluß als Drinum fl. bezeichnet (s. Art. dort). Dieser mündet dann laut TP auf 5A4 in die Adria.
Doch auch bei Strabo 7,5,2 fließt die Save, wie auf der TP, in die Drave, die aber bei Strabo bei Segestike in den Noaros fließt, der dann in die Donau mündet.
Diese fälschliche Verbindung des Savus mit Dravus und Drinus und dessen Einmünden in die Adria erklärt Miller, Castorius 23 als einen Kopistenfehler, der infolge der verblaßten Farbe des Vorbildes entstanden sei.
Kommentar (Talbert): Only "Fl." is marked (at the far right edge of 3A5); the remainder of the name should appear on 4A1, but was omitted.
Miller, Itineraria, Sp. 487: Fl` Sauo oder Sauve (Name verdorben (Fl` ist deutlich, von Sauo oder Sauve, welches abgebröckelt ist, sind nur Spuren vorhanden; von allen Ausgaben übersehen)) mit Sauo fl`, Station der Strecke 72; Savus (Pl, Justin, Claud), Saus (St, App), Savus (Pt), hat seine Quellen auf den Karnischen Alpen (Pl, Jorn), Oberlauf Grenze zwischen Noricum und Italien, dann zwischen Pannonien und Illyrien, mündet nach St in den Dravus, wie auf der Karte; von Sirmium ab vom Abschreiber der Ta weggelassen, bzw. mit dem Drinus ins Adriatische Meer abgeleitet; j. Sau oder Save. Nebenflüsse [siehe Miller]
Datierung (Barrington): Savus fl. – ? (TIR Aquincum 100)
DNP: Savus
(Σάουος). Rechter Nebenfluß der Donau im Süden von Pannonia (Plin. nat. 3,128; 147 f.; Ptol. 2,16,1 f.; 3,9,1; Strab. 4,6,10; Geogr. Rav. 4,20), h. Sava (Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien). In seinem Mittel- und Unterlauf war er schiffbar. An den Ufern lagen wichtige Verkehrsknotenpunkte (Neviodunum, Siscia, Sirmium, Singidunum). S. wurde auch als Flußgottheit verehrt (CIL III, 4009).
Burian, Jan
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| Literatur: |
Burian, Jan, “Savus”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 20 April 2018
First published online: 2006.
Bojanovski, Ivo: Dolabelin sistem cesta u rimskoj provinciji Dalmaciji / Dolabellae systema viarum in provincia romana Dalmatia, Djela ANUBiH 47, Sarajevo 1974, 195.
Miller, Itineraria, Sp. 487.
Vulić, Nikola: Savus 2, RE II 2,1 (1921), 266.
TIR L 33 Tergeste, 1961, 65.
TIR L 34 Budapest, 1968, 100.
[Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]
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