| Kommentar zum Toponym: |
Miller, Itineraria, Sp. 503 f.:
11.
Esco, Oesco (leg. V Mac.: It, ND), Oescus (Iss: CIL III 755 - gefunden in Nicopoli; 6190. 6201. - gefunden in Iglitza) - Οἶσκος (Pt, Aur, Vict, Epit), Ἰσκός (Hl, Proc, Münze bei Marsili), Oaecon (Ra); unweit der Mündung des eigentlichen Flusses; Sitz von Hilfstruppen und eines Teils der leg. V Macedonia (ND); colonia Ulpia Oescensium (I: CIL III 7429 - hier gefunden), colonia 7426-7431 - hier gefunden), Oes[enses] (ib. 12331 - gefunden in Golemoselo in Thrazien); j. Gigen. 25 Iss im CIL III. Am j. Fluß Isker.
Abzweigung nach Metta (Strecke 86) und nach Sertica (Verbindung zu Strecke 82).
14, it. (It).
Kommentar (RE):
https://elexikon.ch/RE/XVII,2_2033.png
Datierung (Barrington):
Oescus - Roman, Late Antique (Hoddinott 1975, 116-26).
DNP:
Oescus
[2] Röm. Siedlung
Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet:
Coloniae | Moesi, Moesia | Thrakes, Thrake, Thraci | Straßen
Röm. Siedlung (Ptol. 3,10,10: Οἶσκος Τριβαλλῶν, vgl. 8,11,6; Tab. Peut. 8,1: Escus), h. Gigen (Bulgarien), in der Nähe der Mündung des O. [1] in die Donau. O. ist h. etwa 5 km vom Fluß entfernt. O. war bed. Stützpunkt im röm. Verteidigungssystem an der unteren Donau. 45-61 und wieder seit 71 n.Chr. war O. Garnisonsstadt der legio V Macedonica. Unter Traianus wurde diese nach Troesmis (Scythia Minor) verlegt. O. war wichtiger Straßenknotenpunkt mit Verbindung nach Ratiaria, Novae [1] und den weiter entfernten Städten Naissus, Serdica und Philippopolis. Im 2. Jh. n.Chr. und in der Severerzeit erlebte O. seine Blüte, unter Traianus war O. colonia. Der Wohlstand der Stadt ist arch. bezeugt (Forum, Fortunatempel, Wasserleitungen, Badeanlagen, Mosaik mit Szene aus Menandros´ Achaioi). Die Bevölkerung war ethnisch gemischt (Griechen, Römer, Thraker, Kleinasiaten). Neben den verbreiteten griech. und röm. Gottheiten wurde bes. Mithras verehrt. Im 3. Jh.n.Chr. war O. durch die Goteneinfälle bedroht; unter Aurelianus mußte die Stadtmauer erweitert und renoviert werden. Nach der Aufgabe von Dacia wurde O. der Prov. Dacia Ripensis zugewiesen. Gleichzeitig kehrte die legio V Macedonica nach O. zurück. Unter Constantius [1] I. wurde hier eine Brücke über die Donau gebaut. Seit der 2. H. des 4. Jh. zogen verheerende Hunneneinfälle O. schwer in Mitleidenschaft. Unter Iustinianus wurden neue Befestigungsarbeiten aufgenommen. Baureste, Inschr.- und Mz.-Funde.
Burian, Jan (Prag)
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| Literatur: |
Miller, Itineraria, Sp. 503 f.
Danoff, Christo Miloschev, Oescus, in: RE XVII.2 (1937), Sp. 2033-2038.
V. Velkov, Roman Cities in Bulgaria, 1980, 111-116.
C. Scorpan, Limes Scythiae, 1980, 86.
[Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]
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