Mittel- und Osteuropa im Spiegel der Zeit- und Ideengeschichte: |
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Stiftungsprofessur |
Um an der Katholischen Universität Eichstätt einen interdisziplinären und fachbereichsübergreifenden Schwerpunkt "Mittel- und Osteuropa" anbieten zu können, |
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Dozenten Ringvorlesung Exkursionen |
wurde an der Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät eine Stiftungsprofessur für Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte eingerichtet, die aus Mitteln der Robert Bosch Jubiläumsstiftung 1986 und des Stifterverbands für die Deutschen Wissenschaft finanziert wird. Diese konnte mit Prof. Dr. Leonid Luks, einem bekannten Fachmann für russische und polnische Zeitgeschichte besetzt werden. Mit diesem Lehrstuhl bietet die Universität Eichstätt den Studierenden der historischen Disziplinen das Fach "Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte" an. Darüber hinaus ergeben sich weitere Kombinationsmöglichkeiten für Fächer, in denen "Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte" eine sinnvolle Ergänzung darstellt (Politische Wissenschaft, Journalistik, Philosophie etc.). Neben der Konzeption und Organisation internationaler Tagungen betreut der Lehrstuhl Gastwissenschaftler aus Mittel- und Osteuropa und ist Ansprechpartner für akademische Einrichtungen in Polen, im Baltikum und in den GUS-Staaten, mit denen das ZIMOS zusammenarbeitet. Der Lehrstuhl wurde im Jahre 2000 von der Katholischen Universität Eichstätt übernommen. |
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rofessor Dr. Leonid Luks, seit dem Wintersemester 1995/96 Inhaber der Stiftungsprofessur für Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte, |
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Stiftungsprofessur Ringvorlesung Exkursionen |
wurde 1947 in Sverdlovsk/UdSSR geboren und wuchs in Stettin auf.
Luks studierte "History and Russian Studies" an der Hebräischen Universität in Jerusalem sowie Osteuropäische Geschichte, Neuere Geschichte und Slavische Philologie
an der Ludwig- Vorlesungen und Seminare des Lehrstuhls befaßten sich mit den Russischen Revolutionen 1905 - 1917, mit der Geschichte des Ostblocks und der Sowjetunion sowie deren Außenpolitik, mit dem deutsch- |
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r. Dr. Andreas Umland 1967 in Jena geboren, Studium der russischen Sprache und Geschichte sowie Politikwissenschaft in Leipzig (Staatl. gepr. Übersetzer), Berlin (Dipl.-Pol.), Oxford (St. Cross College; M. Phil.) und Stanford (A. M.) als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und Studienstiftung des deutschen Volkes (ERP-Programm). 1998 Dr. phil. in Geschichte an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zum Aufstieg Vladimir }Zirinovskijs in der russischen Politik. 2007 Ph. D. in Politics der University of Cambridge (Trinity College) mit einer Arbeit zur postsowjetischen russischen ? unzivilen Gesellschaft? . 1997-99 NATO Fellow an der Hoover Institution on War, Revolution and Peace, Palo Alto, Cal. 1999-2001 und 2002-03 Fachlektor der Robert Bosch Stiftung an der Uraler Staatlichen Universität Jekaterinburg und Nationalen Universität ? Kiewer Mohyla-Akademie.? 2001-02 Thyssen Fellow am Weatherhead Center for International Affairs sowie Research Associate am Davis Center for Russian Studies der Harvard University. Jan.-Dez. 2004 Vertretungsdozent für russische und Osteuropastudien an der University of Oxford (St. Antony's College). 2005-08 DAAD-Lektor am Institut für Internationale Beziehungen der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew, Ukraine. Seit 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Gründer und Redakteur der Buchreihe Soviet and Post-Soviet Politics and Society des ibidem-Verlags Stuttgart & Hannover sowie des elektronischen Newsletters The Russian Nationalism Bulletin. Herausgeber von The Implementation of the European Convention on Human Rights in Russia (ibidem-Verl. 2004), Geistes- und sozialwissenschaftliche Hochschullehre in Osteuropa I-III (Peter Lang 2005, 2006, 2007; mit Thomas Keith und Matthias Bürgel), Fascism Past and Present, West and East (ibidem-Verl. 2004; mit Werner Loh und Roger Griffin) und Aspects of the Orange Revolution III-V (ibidem-Verl. 2007; mit Ingmar Bredies und Valentin Yakushik). Artikel u.a. in The Wall Street Journal, The Washington Post, The Globe and Mail, The Jerusalem Post, Turkish Daily News, Asia Times Online, History News Network, The National Interest Online, The Moscow Times, Kyiv Post, The St. Petersburg Times, WashingtonProFile, Global Politician, American Chronicle, Novoe vremja, Novaja gazeta, Kontinent, Russkaja Germanija, Russia Profile, Geopolitika, Russlandanalysen, Zerkalo nedeli, Korrespondent, UNIAN, Ukrainskaja pravda, Krytyka, Ukrainskij tyžden, Novynar, Glavred, und Ukraine-Analysen.
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D | r. Alexei Rybakov wurde am 8. März 1960 in Moskau geboren. Seine Schulzeit dauerte von 1967 bis 1977. Das Studium der Literaturgeschichte an dem Maxim Gorky Institut der Literatur, Moskau, schloss er 1983 ab mit einer Diplomarbeit (Magisterarbeit) über die Strukturen der späten Lyrik von Anna Achmatova. Von 1984 bis 1992 beschäftigte er sich u.a. mit den Übersetzungen aus dem Deutschen und Englischen ins Russische. Von 1985 bis 1994 arbeitete er an einem eigenen Roman, der im Januar 1998 im "Martis"-Verlag, Moskau, unter dem Titel "Maks" und unter seinem Pseudonym Alexei Makuschinsky erschienen ist. Von Herbst 1992 bis 1997 bereitete er an der Katholischen Universität Eichstätt unter der Leitung von Prof. Dr. Ruprecht Wimmer eine Doktorarbeit zum Thema "Deutsche und russische Literatur an der Schwelle zur Moderne: Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre" und Puschkins "Eugen Onegin". Zur Entstehung des modernen Weltbildes" vor; seine Promotion schloß er am 3. 3. 1999 ab. Seit dem Wintersemester 1998/1999 gibt er an der Katholischen Universität Eichstätt Unterricht in russischer Sprache. Vom Sommersemester 2000 bis Sommersemester 2001 war er Lehrbeauftragter an der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät der gleichen Universität. Seit Februar 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit August 2001 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Mittel- und Osteuropäischen Zeitgeschichte, Eichstätt. Seit August 2001 bearbeitet er das Projekt Kulturverständnis im postsozialistischen Russland: Modelle und Traditionen im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbundes Osteuropa (FOROST).
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