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Part of Tabula Peutingeriana - Rome

Tabula Peutingeriana – Single display of hits

Toponym TP (renewed):

Andemantunno

Name (modern):

Langres

Image:
Toponym before XXI     Segessera     
Toponym following XI     Mose     X     (unnamed/illegible, no. ID 3713)     XXVIII     Filena     
Alternative Image
Image (Barrington 2000)
Image (Scheyb 1753) ---
Image (Welser 1598) ---
Image (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/177441
Area:

Gaul/Germania

Toponym Type:

Toponym with Symbol

Grid square:

1A5

Toponym Color:

black

Vignette Type :

A Twin Towers

Itinerary:

Andemantunno (385,6)

Alternative Name (Lexica):

Andematu(n)num (DNP)

Name A (RE):

Andematunnum - https://elexikon.ch/RE/I,2_2121.png

Name B (Barrington Atlas):

Andematunnum (18 C2)

Name C (TIR/TIB/others):

 

Name D (Miller):

Andemantunno

Name E (Levi):

Andemantunno (A,confusa)

Name F (Ravennate):

 

Name G (Ptolemy):

Ἀνδομάτουννον (Ἀνδουμάτουννον) (2,9,19)

Plinius:

 

Strabo:

 

Dating from Toponym on TP:

---

Argument for Dating:

 

Commentary on the Toponym:

Rathmann: Interessant ist, dass wir hier auf engem Raum wohl gleich drei Nachträge bzw. Korrekturen von zweiter Hand aus vermutlich späterer Zeit haben. Neben dem Ergänzung der Andemantunno-Vignette, die erkennbar über die rote Straßenlinie gezeichnet ist, haben wir noch die Vervollständigung des Ethnikons Nitiobriges durch die drei Endbuchstaben GES sowie die Korrektur des falsch geschriebenen Flussnamens von Riger zu Liger (h. Loire). Sowohl das L der Liger-Korrektur als auch die Buchstabenform von GES weichen vom sonst üblichen TP-Schriftbild erkennbar ab. Gleiches gilt auch für die Vignettenform von Andemantunno. Bemerkenswert ist zudem, dass sich die Korrektur Riger/Liger nur im Seg. 1A5, nicht jedoch bei der Loire-Mündung im Seg. 1B2 findet.

Karmann: Das Hyperspektralkamerabild, das als alternatives Bild eingefügt wurde, veranschaulicht die von Rathmann beschriebenen Korrekturen deutlicher.

Kommentar (Talbert):
-> stretch to Mose (2)
The linework for this stretch is not marked.
A connection between Andemantvnno and Mose, with linework missing, seems the only reasonable explanation for the otherwise isolated distance figure XI.
River crossing: Fl. Patabvs (river, no. 3)
-> stretch to Varcia
ItMiller col. 70 correctly cites the distance (X) shown on the map. His lithograph, however (ItMiller 27), errs in marking it as XI (instead of X followed by a stop).

Miller, Itineraria, Sp. 69-70:
Andemantunno (irrig -tuno (Ve)), it. (It), Andomatunum (Pt.). Nach Diokletians Zeit Ligonas (Ra), Lingones (Eutr), civitas Lingonum (ng in Lugd. I; Iss: 5682. 5768), col. Ling (I · 5693), Lingonae (N D – praef. laetorum Lingonensium per diversa dispersorum Belgicae primae – praefectus Sarmatarum gentilium Lingonas – tribunus coh. quartae Lingonum, Segeduno – tribunus coh. secundae Lingonum, Conganata), Lingonica civitas – Lingonensis ecclesia (Greg.); And. … (Meilenstein vom Jahre 44 n. Chr.: Gruter 153,5). Bischofssitz vor 346; j. Langres. Viele Funde. Es steht noch ein römisches Tor. Iss: 5665-5906. Kreuzungspunkt mit der Strecke 11. Dazwischen Grenant (Sig). 10, 16 (It); letzeres richtig.

Miller, Itineraria, Sp. 81:
Andemantunno, Strecke 7; j. Langres. 28 es soll 18 heißen. In Sacquenay wurde 1 Meilenstein gefunden: And. M. P. 22 Milien, a. 43 "an der Straße nach Genf". I: 9044; 2 Meilensteine in Choilley, gefunden bei Prauthoy, mit den Entfernungen 13 und 12 von Langres: ib. 9045. 9046.

Kommentar (RE):
https://elexikon.ch/RE/I,2_2121.png
Andematunnum, Hauptstadt der Lingones, Ptolem. II 9, 9: Λόγγονες (lies Λίγγονες) ὧν πόλις Ἀνδομάτουννον. Doch die Lesart Andematunnum scheint vorzuziehen (vgl. Ande-thanna und andere mit der gleichen Partikel zusammengesetzte gallische Namen; Bacmeister Keltische Briefe 109). Im Itin. Ant. bieten die Hss. (385 und 386) meist Andemantunno (ebenso die Tab. Peut.). Abgekürzt And. auf einigen Meilensteinen, Gruter 153, 5. Lejay Inscr. antiques de la Côte d’Or nr. 146. 249 (vgl. Holder Altkelt. Sprachsch. s. Andematunnum). In späterer Zeit heisst die Stadt, das heutige Langres, Lingones (Eutrop. IX 23) und civitas Lingonum (Not. Gall. I 5). Vgl. auch Desjardins Table de Peutinger p. 19. [Ihm.]

Kommentar (RE):
RE Keune Suppl. III 99–100 — Nachtrag zu Antunnacum / Andernach. Andernach am linken Rheinufer, Regierungsbezirk Koblenz, mit altem Namen keltischen Ursprungs Antunnacum. Hier befand sich eines der von Drusus d. Ä. um das Jahr 12 v. Chr. zum Schutz der Rheinlinie und als Stützpunkt für Unternehmungen im jenseitigen Germanien angelegten Erdkastelle. Dieses Kastell bestand noch um die Mitte des 1. Jhdts. n. Chr.; aus dieser Zeit stammt der Grabstein eines Soldaten der Cohors Raetorum natione Montanus, CIL XIII 7684. Das Standlager war aber aufgegeben, als im J. 83 n. Chr. die befestigte Grenze wieder über den Rhein hinaus vorgeschoben wurde. Die beim Lager gelegene ältere Ortschaft wurde in der Spätzeit, nicht vor der zweiten Hälfte des 3. Jhdts., mit Ringmauer und Türmen umwehrt, ähnlich wie Boppard, Remagen, Neuß und zahlreiche zuvor offene gallische Städte. CIL XIII 2,1 p. 487 verzeichnet die Inschriften 7680–7690. Unter ihnen befindet sich ein von einem beneficiarius geweihter Altar an Epona sowie ein Mercuriusaltar; auch frühchristliche Grabschriften sind vorhanden. Erwähnt werden ferner die ältere steinzeitliche Ansiedlung auf dem Martinsberg, fränkische Grabfunde und die einschlägige Literatur. Kiepert FOA XXV Do. [Keune.] Der zugehörige Hauptartikel Antunnacum ist bereits in der Datenbank vorhanden; der Nachtrag ergänzt ihn daher vollständig.


Datierung (Barrington):
Andematunnum - Roman/Late Antique(Frézouls 1988, 275-421; NPauly)

DNP:
Andematu(n)num

Auf einem nach allen Seiten durch Steilhänge gesäumten Plateau gelegen, war A., h. Langres (Haute-Marne; Siedlungsspuren aus dem Neolithikum und der Bronzezeit), als Hauptort der Lingones (Ptol. 2,9,9) und als Knotenpunkt der Straßen vom Atlantik nach Oberit. und vom Mittelmeer zum Rhenus bald zu einer blühenden Stadt geworden. 298 n. Chr. von den Alamanni bedrängt, wurde A. - in der Spätant. unter dem Namen civitas Lingonum - 407 n. Chr. von den Vandali, 451 n. Chr. von den Hunni unter Attila zerstört. Viele Funde deuten auf Wohlstand und Größe von A. hin, wobei die Lokalisierung von Resten öffentlicher Gebäude nicht gesichert ist.

Lafond, Yves

"TP-Online-ID: 3382 — Andemantunno

Desjardins S. 19.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Andemantunno; normalisierte Form: ANDOMATUNUM LINGONUM.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Lugdunensis I, auparavant Belgica. Typ: Civitas; carrefour de quatre routes, davon eine nicht gezeichnet. Route/Abschnitt: XXII. de Diuo Durimedio Matricorum, Metz, — à Andemantunno, Langres.

Quellenstellen bei Desjardins: It. Ant. 385,6; 386,1; Ptol. Geogr. 2,9,19; Not. Gall.: civitas Lingonum, moderne Unterstelle noch zu sichern; Ps.-Aethicus, Cosmogr.: Lingones; Eutr., Ereignis von 297 bei Lingones, moderne Einzelstelle noch zu sichern; Not. Dign. Occ. 40; 42: verschiedene Lingonen-Kohorten, Sarmatae und Laeti, Einzelstellen noch zu sichern; Frontin. Strat. 4,3; Rav. 4,26: Ligonas; Meilenstein von Sacquenay mit AND...MP XXII, moderne Corpuskonkordanz noch offen; mehrere Lingonen-Inschriften, moderne Einzelkonkordanzen teilweise offen; Greg. Tur. Hist. 2,24; mittelalterliche und numismatische Lingones-Belege.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Langres.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins weist Andemantuno/Andemamunno älterer Reproduktionen zurück. Die Stadt bildet einen Knoten von vier Straßen, eine davon fehlt im TP-Tracé. Seine Identifikation stützt sich auf die Hauptstadtfunktion der Lingones und einen großen literarischen, administrativen, epigraphischen und numismatischen Apparat.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 78–79): In der systematischen Einzelprüfung der Belgica führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft.

Bearbeitungshinweis: Keine unsicheren Henzen-/Muratori-Nummern als moderne CIL-Konkordanz ausgegeben."

References:

Desjardins, Table, p. 19, col. 2-3, no. 5.

Miller, Itineraria, Sp. 69-70. 80-81.

Ihm, Maximilian, Andematunnum, in: RE I.2 (1894), Sp. 2122.

Keune, Johann Baptist, Andema(n)tunnum, in: RE S III (1918), Sp. 99.

E. Frézouls, PE, s. v. A.

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Last Update:

25.08.2026 13:29


Cite this page:
https://www1.ku.de/ggf/ag/tabula_peutingeriana/trefferanzeige_en.php?id=3382 [last accessed on August 26, 2026]

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